Nach Angaben der Ermittler vergrößern sich die bestehenden Clubs zunehmend. Diese Entwicklung berge gleichzeitig das Risiko von gewaltsamen Konflikten zwischen rivalisierenden Gruppierungen. Die Polizei spricht von einer latenten Gefahr möglicher Auseinandersetzungen, die weder zeitlich noch räumlich konkret eingegrenzt werden könne.
Größter Rockerclub in Nordrhein-Westfalen sind weiterhin die Hells Angels mit aktuell 469 Mitgliedern. Auch die Freeway Rider’s verzeichnen mit mehr als 400 Mitgliedern eine wachsende Präsenz. Die Bandidos, deren Strukturen nach einem Verbot im Jahr 2021 in Westdeutschland zunächst geschwächt waren, bauen ihre Organisation inzwischen wieder aus und zählen aktuell mehr als 120 Mitglieder.
Die neuen Zahlen sind auch auf Veränderungen innerhalb der Szene zurückzuführen. So wechselten zahlreiche frühere Mitglieder der Bandidos zu den Hells Angels, wo in der Folge neue Ableger entstanden. Insgesamt beobachten die Ermittler weiterhin eine starke Konkurrenz zwischen den verschiedenen Gruppierungen.
Das Landeskriminalamt sieht die Entwicklung mit Sorge und beobachtet die Szene weiterhin genau. Insbesondere die wachsenden Mitgliederzahlen und die Rivalitäten zwischen den Clubs erhöhen nach Einschätzung der Behörden das Risiko gewaltsamer Auseinandersetzungen.

