Autonome Züge, Siemens, Stadler, Kopenhagen Kopenhagen erlebt einen Quantensprung in der Mobilität: Die dänischen Staatsbahnen (DSB) haben Siemens Mobility und Stadler einen historischen Auftrag im Milliardenbereich zugesprochen. Gemeinsam sollen die beiden Industriegrößen über 200 fahrerlose S‑Bahn-Züge entwickeln, die das Herzstück des künftigen urbanen Nahverkehrs bilden werden. Die neuen Züge sollen vollständig autonom betrieben werden und das bestehende S‑Bahn-Netz in der dänischen Hauptstadt revolutionieren. Durch die Automatisierung könnten Züge künftig im Spitzenverkehr im 90‑Sekunden-Takt fahren – ein bislang in Europa einmaliger Standard für S‑Bahn-Systeme. Siemens übernimmt dabei die elektrische Ausrüstung, Antriebstechnik, Steuerung und die Langzeitwartung über 30 Jahre, während Stadler die Fahrzeugkästen, Türen, Sitze und die Innenausstattung liefert. Experten sehen in der Kooperation einen Meilenstein für die europäische Bahnindustrie und eine Blaupause für automatisierte Großstädte Die ersten fahrerlosen Züge sollen ab 2032 auf die Gleise rollen, die vollständige Flotte wird bis 2040 erwartet. Die DSB spricht von der größten Investition in der über 90-jährigen Geschichte der Kopenhagener S‑Bahn – ein Schritt, der die Mobilität der dänischen Hauptstadt für Jahrzehnte prägen wird.

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Siemens und Stadler sichern sich Milliardenauftrag für Kopenhagens fahrerlose S‑Bahn
MATTHIAS MASNATA
Autonome Züge, Siemens, Stadler, Kopenhagen Kopenhagen erlebt einen Quantensprung in der Mobilität: Die dänischen Staatsbahnen (DSB) haben Siemens Mobility und Stadler einen historischen Auftrag im Milliardenbereich zugesprochen.
