Großes Interesse, überzeugende Pitches und am Ende zehn ausgewählte Gründerinnen: Beim Jurytag des Förderprogramms „exist Women OWL“ am 24. April 2026 wurden an der Campus Foundery OWL vielversprechende Unternehmerinnen aus der Region ausgezeichnet.
Das Programm, angesiedelt an der Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, richtet sich an Frauen in einer frühen Phase ihrer Gründung – unabhängig von Ausbildung oder beruflichem Hintergrund. Ziel ist es, sie auf ihrem Weg zur Unternehmerin gezielt zu fördern und zu begleiten.
Die Resonanz war groß: Über 40 Bewerbungen gingen ein, 20 Kandidatinnen wurden zu einem Pitch eingeladen. In einem kompakten Format präsentierten sie ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury. Die Vielfalt der Konzepte reichte von digitalen Anwendungen in Therapie und Bildung über nachhaltige Geschäftsmodelle bis hin zu innovativen Ansätzen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Raumpsychologie.
Das Förderprogramm „exist Women“ ist Teil der Start-up-Strategie der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt sowie durch den Europäischer Sozialfonds Plus kofinanziert. In Ostwestfalen-Lippe wird es gemeinsam mit starken Partnern umgesetzt, darunter die garage33 und das Center for Entrepreneurship (CFE).
Die Jury, bestehend aus Expertinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gründungsszene, wählte schließlich zehn Teilnehmerinnen aus: Alisa Chirkova, Lale Karatay, Miriam Plöger, Christine Fischer, Elisa Horling, Celina Ronneburg, Yvonne Naava, Inken Schäkel, Regina Graf und Alina Tereschenko.
Am Abend des Jurytags wurden die Stipendiatinnen im feierlichen Rahmen ausgezeichnet. In einer Keynote sprach Jessie Wölke über Authentizität und Markenaufbau und gab den Teilnehmerinnen wichtige Impulse für ihren weiteren Weg.
Für viele der Gründerinnen war die Auswahl ein besonderer Moment. „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich mit einem analogen Projekt in einer digitalen Zeit sichtbar werde“, sagte Stipendiatin Miriam Plöger. Auch Programmkoordinatorin Pia Güttner betonte die emotionale Bedeutung des Abends: Es gehe nicht nur um Start-ups, sondern darum, Träume zu ermöglichen und Frauen zu stärken.
Die ausgewählten Teilnehmerinnen erhalten nun eine Sachmittelpauschale von 2.000 Euro sowie Zugang zu einem umfassenden Förderprogramm mit Workshops, Coaching und Mentoring. Ein Highlight wird eine gemeinsame Intensivwoche sein, in der die Ideen weiter geschärft werden.
Im weiteren Verlauf können sich die Gründerinnen zudem für eines von fünf Vollstipendien qualifizieren, die neben zusätzlicher Förderung auch den Lebensunterhalt sichern.
Mit dem erfolgreichen Jurytag ist der Startschuss für die nächste Programmrunde gefallen und für die zehn Gründerinnen beginnt nun eine intensive Reise in Richtung eigenes Unternehmen.

