Die Vorfreude ist groß: Der VfL Lieme und die Stadtverwaltung stehen in den Startlöchern für die umfassende energetische Sanierung des traditionsreichen Sporthauses im Ortsteil Lieme. Möglich wird das Projekt durch Fördermittel der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Parallel dazu plant der Verein eigene Erweiterungen, um das Gebäude fit für die Zukunft zu machen.
Das Sporthaus aus dem Jahr 1950 wird in den kommenden Monaten grundlegend modernisiert. Geplant sind die Dämmung von Fassade, Dach und Bodenplatte sowie der Austausch sämtlicher Fenster und Außentüren. Zudem wird die Barrierefreiheit verbessert und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Ziel der Maßnahmen ist es, den Primärenergieverbrauch um rund 73 Prozent zu senken und die CO₂-Emissionen sogar um etwa 90 Prozent zu reduzieren.
Die Fördermittel stammen aus dem Programm „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“ des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie. Insgesamt werden die Kosten für die energetische Sanierung auf gut 800.000 Euro geschätzt, von denen mehr als 600.000 Euro durch Fördergelder gedeckt werden.
Bürgermeister Markus Baier betont die langfristige Bedeutung des Projekts: „Hier wird ganz ordentlich etwas passieren. Das lohnt sich, egal ob man mit der Ehrenamts-, der Nachhaltigkeits- oder der Umweltbrille auf das Projekt schaut.“ Auch für den Verein werde sich die Investition im Alltag und bei den laufenden Kosten positiv bemerkbar machen.
Während die Stadt die energetische Modernisierung verantwortet, hat sich der VfL Lieme zusätzliche Maßnahmen vorgenommen. Geplant ist vor allem der Bau von zwei weiteren Umkleidekabinen, um den steigenden Bedarf von Heim- und Gastmannschaften zu decken. Diese Erweiterung wird vom Verein selbst umgesetzt, da sie nicht Teil der Förderkulisse ist.
Benno Beermann, beim VfL Lieme für die Sportanlage zuständig, zeigt sich optimistisch: „Wir sind eine starke Gemeinschaft und schaffen es so immer wieder, tolle Sachen auf die Beine zu stellen. Wir werden als Verein attraktiv und zukunftsgerecht aufgestellt sein.“
Auch die Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung wird von allen Beteiligten positiv hervorgehoben. „Wir sind sehr dankbar für das offene Ohr und die Unterstützung“, so Baier.
Als nächste Schritte stehen nun die Einreichung der Bauanträge sowie die Planung einer Ausweichunterkunft für die Bauphase an. Wenn alles nach Plan läuft, kann das modernisierte Sporthaus schon bald zu einem zukunftsfähigen Treffpunkt für Sport und Gemeinschaft in Lieme werden.

