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Studie zeigt: Superreiche in Deutschland besitzen immer mehr Vermögen

Josua Leuth

Die Zahl der Superreichen in Deutschland wächst weiter. Laut einer aktuellen Studie konzentriert sich ein großer Teil des Finanzvermögens auf eine kleine Gruppe besonders wohlhabender Menschen.

In Deutschland gibt es immer mehr Superreiche. Das geht aus dem aktuellen „Global Wealth Report“ der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hervor. Demnach besitzen inzwischen rund 5.000 Menschen hierzulande jeweils mehr als 100 Millionen Dollar Vermögen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl dieser besonders vermögenden Personen um etwa 1.100 an. Gemeinsam verfügen sie laut Studie über rund 27 Prozent des gesamten Finanzvermögens in Deutschland. Das entspricht etwa 3,4 Billionen Dollar.

Insgesamt liegt das Finanzvermögen in Deutschland bei rund 12,4 Billionen Dollar. Besonders stark profitierten vermögende Anleger zuletzt von den Entwicklungen an den Aktienmärkten. Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen könnte. Bis 2030 soll der Anteil der Superreichen am deutschen Finanzvermögen auf rund 29 Prozent steigen.

Die Studie zeigt gleichzeitig große Unterschiede bei der Vermögensverteilung. Rund 66 Millionen Menschen in Deutschland besitzen weniger als 250.000 Dollar Finanzvermögen. Auf diese große Mehrheit entfällt laut Bericht nur gut ein Drittel des gesamten Finanzvermögens.

Zusammen mit mehr als 700.000 Multimillionären kontrollieren die Superreichen inzwischen mehr als die Hälfte des gesamten Finanzvermögens in Deutschland.

Zum Finanzvermögen zählen unter anderem Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Fonds, Versicherungen und Pensionen. Zusätzlich fließen auch Sachwerte wie Immobilien und Edelmetalle sowie bestehende Schulden in die Berechnungen ein.

Insgesamt stieg das Nettovermögen der Deutschen laut Studie im vergangenen Jahr deutlich an. Vor allem starke Börsenentwicklungen sorgten für Zuwächse. Gleichzeitig bleiben viele Deutsche beim Thema Geldanlage weiterhin vorsichtig. Bargeld und klassische Bankeinlagen spielen nach wie vor eine große Rolle, auch wenn Aktien und ETFs zunehmend beliebter werden.

Weltweit legten die Vermögen ebenfalls kräftig zu. Die USA bleiben dabei mit großem Abstand die vermögendste Nation vor China, Japan und Deutschland.

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