Der TBV Lemgo Lippe musste am Freitagabend bei den Rhein-Neckar Löwen eine 32:30-Niederlage hinnehmen. Dabei sah es lange so aus, als könnten die Lemgoer auch in der SAP Arena ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Erst in der Schlussviertelstunde drehten die Gastgeber die Partie und hatten am Ende das glücklichere Ende für sich.
Personell musste TBV-Trainer Florian Kehrmann in der mit 9.408 Zuschauern nicht ausverkauften SAP Arena auf Rechtsaußen Jarnes Faust verzichten, der krank fehlte. Für ihn rückte Frederik Puls in den Kader. In der Startformation standen unter anderem Möstl, Carstensen, Hutecek, Suton, Wagner, Theilinger und Schagen.
Die Löwen erwischten den besseren Start, doch Lemgo präsentierte sich von Beginn an mit einer aufmerksamen Abwehr. Nach Ballgewinn von Simak drehte Carstensen die Partie früh, und Torhüter Möstl setzte mit starken Paraden Akzente. Fehlerfrei und selbstbewusst erspielte sich der TBV eine zwischenzeitliche 6-Tore-Führung. Erst nach elf Minuten mussten die Lipper wieder einen Gegentreffer hinnehmen. Zwar kämpften sich die Löwen anschließend heran, doch nach einer Auszeit und der Umstellung auf Sieben-gegen-Sechs ging Lemgo mit einer verdienten 17:13-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber aggressiver aus der Kabine und erhöhten den Druck. Lemgo hielt jedoch zunächst dagegen und stellte zwölf Minuten vor Schluss durch Wagner wieder auf 25:22. In der Schlussphase übernahmen die Löwen jedoch zunehmend das Kommando. Lukas Sandell war kaum zu stoppen, glich aus und brachte sein Team kurz vor dem Ende entscheidend in Führung. Tim Nothdurft machte mit dem letzten Treffer schließlich den Deckel drauf.
Bester Werfer des TBV war erneut Versteijnen mit acht Toren. In der Tabelle bleibt Lemgo mit 32:12 Punkten auf Rang fünf, die Löwen folgen mit 26:18 Punkten auf Platz acht. Weiter geht es für den TBV am Donnerstag (26.2.) mit dem Heimspiel gegen den HSV Hamburg.
Trainer Florian Kehrmann zog dennoch ein positives Fazit: „Mit der ersten Halbzeit können wir sehr zufrieden sein. In der zweiten Hälfte machen wir ein paar Fehler zu viel. Trotzdem haben meine Spieler alles reingeworfen. Jetzt schauen wir nach vorne und wollen es am Donnerstag mit unseren Fans besser machen.“

