Die USA haben ihre Militärhilfen für die Ukraine unter Präsident Trump offenbar drastisch zurückgefahren. Laut neuen Zahlen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft sank die Unterstützung 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund 99 Prozent – von mehr als 46 Milliarden auf knapp 500 Millionen Euro. Europa musste den Einbruch weitgehend auffangen. Die EU-Militärhilfen stiegen auf rund 28,5 Milliarden Euro. Größter europäischer Geber ist Deutschland mit gut 9 Milliarden Euro, gefolgt von Großbritannien, Schweden, Norwegen und Dänemark.
Unterdessen dauern die russischen Angriffe an. Seit Anfang Januar wurden Teile der ukrainischen Energieversorgung schwer beschädigt. In Städten wie Kiew und Charkiw kommt es bei strengem Frost zu Strom- und Heizungsausfällen.
In der Region Charkiw wurden bei einem Angriff auf die Stadt Bohoduchiw vier Menschen getötet, darunter zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen. Weitere Menschen wurden verletzt.
Präsident Selenskyj kündigte zudem eine Neuorganisation der Flugabwehr in mehreren Regionen an. Trotz internationaler Bemühungen ist ein diplomatischer Durchbruch im Krieg bislang nicht in Sicht. In knapp zwei Wochen jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs zum vierten Mal.

