Volkslieder mit Folgen: Lipperin verliert Waffenerlaubnis nach Auftritten in Detmold – Lemgo Radio Nachrichten
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Volkslieder mit Folgen: Lipperin verliert Waffenerlaubnis nach Auftritten in Detmold

Florian Jäger

In Detmold hat eine junge Frau aus Horn‑Bad Meinberg für Aufsehen gesorgt: Nach ihren Auftritten bei Veranstaltungen einer inzwischen verbotenen rechtsextremen Organisation wurde ihr die Erlaubnis zum Besitz und Führen von Waffen entzogen.

In Detmold hat eine junge Frau aus Horn‑Bad Meinberg für Aufsehen gesorgt: Nach ihren Auftritten bei Veranstaltungen einer inzwischen verbotenen rechtsextremen Organisation wurde ihr die Erlaubnis zum Besitz und Führen von Waffen entzogen. Die Polizei Lippe stuft sie aufgrund ihrer Aktivitäten als waffenrechtlich nicht mehr zuverlässig ein, berichten Medien.

Die 23-Jährige, die auf den Veranstaltungen Volkslieder gesungen haben soll, wehrt sich nun juristisch gegen die Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht Minden. Die Behörden begründen den Entzug mit dem Schutz der öffentlichen Sicherheit und der Notwendigkeit, dass Waffenbesitzer zuverlässig sein müssen.

Der Fall zeigt, wie eng die waffenrechtliche Zuverlässigkeit mit der Teilnahme an extremistischen Gruppierungen verknüpft ist. Für die Betroffene bedeutet dies nicht nur den Verlust der Waffenerlaubnis, sondern auch eine juristische Auseinandersetzung, die über die Zukunft ihrer Jagd- und Schießberechtigung entscheiden wird.

Die Polizei Lippe betont, dass der Entzug der Erlaubnis eine Vorsichtsmaßnahme ist, die auf den aktuellen Erkenntnissen über die Zugehörigkeit zu einer verbotenen Organisation basiert. Weitere Details zu den konkreten Auftritten oder zur Organisation selbst werden aus Gründen des Jugendschutzes und der laufenden Verfahren nicht öffentlich gemacht.

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