WG-Zimmer in NRW so teuer wie nie – Lemgo Radio Nachrichten
Deutschland5 Min. Lesezeit

WG-Zimmer in NRW so teuer wie nie

Josua Leuth

Für junge Menschen in Nordrhein-Westfalen wird Wohnen während Studium oder Ausbildung immer teurer. Das zeigt eine neue Analyse des Moses-Mendelssohn-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Portal „WG gesucht“. Besonders hoch sind die Preise in Düsseldorf.

Kurz vor Beginn des Sommersemesters zahlen Studierende in Düsseldorf im Schnitt 630 Euro für ein WG-Zimmer. Damit liegt die Landeshauptstadt NRW-weit an der Spitze. In Bielefeld oder Bochum kostet ein WG-Zimmer im Durchschnitt rund 380 Euro – gerade genug, um die staatliche Wohnkostenpauschale des BAföG zu decken.

Die Analyse zeigt außerdem, dass die Preise in NRW in den vergangenen Jahren deutlich schneller gestiegen sind als die allgemeinen Mietkosten. Besonders bisher günstigere Städte werden zunehmend teurer – unter anderem durch steigende Neben- und Energiekosten. Im Bundesdurchschnitt liegt der Preis für ein WG-Zimmer zum Sommersemester bei 512 Euro, ein Anstieg von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wer günstiger wohnen möchte, zieht nach Ostdeutschland: In Sachsen-Anhalt sind WG-Zimmer aktuell nur etwa halb so teuer wie in Hamburg oder Berlin. Das West-Ost-Gefälle verringert sich jedoch, da auch in ostdeutschen Hochschulstädten die Mieten steigen.

Das Moses-Mendelssohn-Institut appelliert an die Bundesregierung, mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Auszubildende zu schaffen. Ob die Preise weiter steigen, hängt laut Analyse auch von der Entwicklung der Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt ab.

Lemgo Radio

Jetzt einschalten!