Winterwetter hält Deutschland im Griff: Schnee, Glätte und Sturmböen sorgen weiter für Einschränkungen – Lemgo Radio Nachrichten
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Winterwetter hält Deutschland im Griff: Schnee, Glätte und Sturmböen sorgen weiter für Einschränkungen

Florian Jäger

In Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen auch heute auf winterliche Witterungsbedingungen einstellen. Regen, Schnee und Glätte prägen vielerorts das Wettergeschehen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

In Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen auch heute auf winterliche Witterungsbedingungen einstellen. Regen, Schnee und Glätte prägen vielerorts das Wettergeschehen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Demnach fällt im Tagesverlauf zunächst Regen im Westen, Südwesten und in Teilen der Landesmitte. Vom Emsland über Ostwestfalen, weite Bereiche Niedersachsens bis nach Thüringen und Nordhessen rechnen die Meteorologen dagegen mit Schnee. Am Nachmittag sinkt auch im Südwesten die Schneefallgrenze weiter ab. Im Nordosten und Osten bleibt es hingegen überwiegend trocken.

Bereits für den Abend und die Nacht zum Mittwoch hatte der DWD in mehreren Regionen vor Glatteis und erheblichen Verkehrsbehinderungen gewarnt. Betroffen waren vor allem die westlichen und südwestlichen Mittelgebirge, der zentrale Mittelgebirgsraum sowie der Osten Baden-Württembergs. Nach Angaben der Leitstellen blieb die Verkehrslage in der Nacht jedoch weitgehend ruhig.

Auch am Morgen gilt in großen Teilen des Landes weiterhin Glättegefahr. Besonders durch gefrierenden Regen ist Vorsicht an der südlichen Ostseeküste, im Süden Thüringens sowie im Norden Bayerns geboten. Im Alpenvorland warnen die Meteorologen zudem vor teils kräftigen Sturmböen.

Bahnverkehr und Schulen weiter betroffen

Im Bahnverkehr kam es am Dienstag infolge vereister Oberleitungen und Weichen zu Einschränkungen, die sich im Laufe des Vormittags teilweise entspannten. In Berlin musste der Straßenbahnverkehr zeitweise komplett eingestellt werden. Inzwischen verkehren die meisten Metrolinien wieder zumindest auf zentralen Streckenabschnitten, dennoch ist auch heute mit weiteren Einschränkungen zu rechnen.

Auch der Schulbetrieb war regional beeinträchtigt. In mehreren Landkreisen und Städten unter anderem in Teilen Frankens im Norden Bayerns blieb der Präsenzunterricht aus, da Schulwege und Schülerbeförderung als unsicher galten. Teilweise wurden Notbetreuungen angeboten oder auf Distanzunterricht umgestellt. In Erlangen sowie im Landkreis Kulmbach fällt der Präsenzunterricht auch heute aus.

Müritz vollständig zugefroren

Ein seltenes Naturschauspiel bietet sich derzeit in Mecklenburg-Vorpommern: Die Müritz, Deutschlands größter Binnensee, ist vollständig zugefroren. Seit Beginn der Woche sei bestätigt, dass die Eisdecke geschlossen ist, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe mit. Das Randeis erreiche eine Dicke von etwa 20 bis 25 Zentimetern.

Sturm in Südeuropa

Währenddessen sorgt das Atlantiktief „Joseph“ in Spanien und Portugal für stürmisches und nasskaltes Winterwetter. Im südspanischen Torremolinos kam eine Frau ums Leben, nachdem sie von einer umstürzenden Palme getroffen wurde. Für weite Teile der Iberischen Halbinsel werden weiterhin schwere Sturmböen erwartet auf den Berggipfeln Mallorcas mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, an der portugiesischen Küste südlich von Porto sogar bis zu 140 km/h.

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