Im Heidewaldstadion drehte sich diesmal nicht alles um Fußball. Die regionale Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) lud zu ihrem Frühjahrsdialog in das Stadion-Bistro „Hagedorn’s“ ein, um über aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen zu sprechen. Im Mittelpunkt stand dabei der Austausch mit der Landesvorsitzenden Angela Erwin.
Die CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der MIT Nordrhein-Westfalen diskutierte mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region über mögliche Entlastungen für die Wirtschaft. Als besonderer Gast nahm auch der lippische MIT-Kreisvorsitzende Harald Deutsch an der Veranstaltung teil. Begleitet wurde er von Dr. Marika Thiersch aus Detmold sowie Ralf Freitag aus Lemgo.
In der Diskussion wurde deutlich, dass viele mittelständische Betriebe die teilweise Rücknahme des Gebäudeenergiegesetz mit Erleichterung aufgenommen haben. Gleichzeitig äußerten zahlreiche Unternehmer weiterhin Kritik an der aus ihrer Sicht zu langsamen Umsetzung des Bürokratieabbaus auch auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen.
Ein weiteres großes Thema waren die weiterhin hohen Energiekosten, die insbesondere für produzierende Unternehmen eine erhebliche Belastung darstellen. Viele Betriebe sehen darin einen Wettbewerbsnachteil gegenüber internationalen Standorten.
Die MIT-Landesvorsitzende Angela Erwin zeigte Verständnis für die Kritik aus der Unternehmerschaft. Gleichzeitig betonte sie, dass die Landesregierung Fortschritte mache. Die Koalition aus CDU Nordrhein-Westfalen und Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen arbeite ihrer Ansicht nach „still, aber effektiv“.
Als Beispiel nannte sie den kürzlich gestarteten sogenannten „Bau-Turbo“. Durch vereinfachte Genehmigungsverfahren im Baubereich sollen Projekte künftig schneller umgesetzt werden können. Dies sei ein wichtiger Schritt, um Investitionen zu erleichtern und wirtschaftliche Dynamik zu stärken.
Der Frühjahrsdialog der MIT zeigte damit einmal mehr, dass wirtschaftspolitische Themen in der Region weiterhin intensiv diskutiert werden auch an ungewöhnlichen Orten wie einem Fußballstadion.

