Am 15. April führten die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamt Bielefeld gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Lippe sowie dem Ordnungsamt eine koordinierte Aktion durch. Im Fokus standen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften während der Aufbauarbeiten der Kirmes.
Dabei wurden mehrere Beschäftigte von Schaustellerbetrieben überprüft – mit brisantem Ergebnis: In zwei Fällen erhärtete sich der Verdacht auf illegale Beschäftigung.
Zwei Männer im Alter von 28 und 46 Jahren versuchten laut Zoll, sich mit Fotos rumänischer Ausweise auf ihren Handys auszuweisen. Die Dokumente entpuppten sich jedoch schnell als Fälschungen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass es sich tatsächlich um georgische Staatsangehörige handelte – ohne gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland.
Besonders schwer wiegt der Fall des 46-Jährigen: Er hielt sich zudem unerlaubt im Bundesgebiet auf. Die zuständige Ausländerbehörde im Kreis Lippe entscheidet nun über die weiteren Maßnahmen.
Noch vor Ort leitete der Zoll strafrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Männer sowie gegen den Arbeitgeber ein. Weitere Verstöße wurden durch Polizei und Ordnungsamt nicht festgestellt.
Die Behörden betonen die enge Zusammenarbeit bei dem Einsatz – und kündigen bereits weitere Kontrollen an. Ziel sei es, Schwarzarbeit konsequent zu bekämpfen und für mehr Sicherheit sowie faire Bedingungen auf Veranstaltungen wie der Kirmes zu sorgen.

